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Theoretische und methodische Grundlagen

praktijk

Die von mir angewandte psychotherapeutische Methodik integriert verschiedene Techniken der Psychodynamischen  und körperorientierten Psychotherapie, der Emotionsfokussierten Therapie, systemischen Ansätzen, sowie der Trauma- und Bindungstheorie.

Der Behandlungsfokus ist dabei gerichtet auf eine bindungs- und entwicklungsorientierte Gestaltung der therapeutischen Beziehung unter Beachtung von Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomenen. Sie wird vervollständigt durch die Bearbeitung von dysfunktionalen Bewältigungsstrategien. Die Integration körperorientierter Theorie und Praxis stellt dabei ein zusätzliches Instrumentarium dar. Die Erkenntnisse der modernen pränatalen Psychologie um die Bedeutung und Dynamik vorgeburtlicher Entwicklungsbedingungen des Menschen fließen in die Theorie und Praxis ein.

Körper und Psyche aus organismischer Sicht

Körper und Psyche sind eine organismische Einheit. Sie sind untrennbar verbunden und befinden sich in fortwährender Interdependenz miteinander. Darüber hinaus besteht eine kontinuierliche Wechselwirkung zwischen dem Organismus und den Qualitäten der Umgebung: dies betrifft die physiologische Ebene ebenso wie die sozial-gesellschaftlichen, kulturellen und spirituellen Dimensionen des menschlichen Lebens.  Der individuelle Ausdruck und die Funktionen und Strukturen der Körper-Psyche spiegeln in vielfältiger Weise die Geschichte des Individuums und seine individuelle Anpassung an frühe emotionale Umweltanforderungen wider. Die Entstehung seelischer und körperlicher Symptomatik kann hier neben konstitutionellen Bedingungen ihre Wurzeln haben. Sie ist als adaptive Antwort auf belastende Faktoren anzusehen. Der Organismus besitzt die Fähigkeit zur Selbstregulation: eine Funktion, die die Aufgabe hat, die Homöostase des Organismus  zu erhalten bzw. wiederherzustellen und somit das psychische und körperliche Überleben zu sichern. Im Prinzip der Selbstregulation spiegelt sich das organismische Grundgesetz der Erhaltung und potentiellen Bejahung der Ressourcen des Lebens wider. Hier knüpft der konsequent salutogenetische Ansatz meiner Arbeitsweise an.

Ein weiterer wichtiger Bezugspunkt in theoretischer, diagnostischer und methodischer Hinsicht ist die Drei-Einheit des Fühlens, Denkens und Handelns. Sie geht organismisch zurück auf die Drei-Einheit der Keimblätter (Endoderm, Mesoderm und Ektoderm), aus denen sich der gesamte Organismus des Menschen im pränatalen Raum entfaltet. Der therapeutische Prozess zielt auf die (Re-) Integration und Harmonisierung dieser drei Ebenen im Organismus. Die Bedeutung dieser Sichtweise wird von der modernen Hirn- und Traumaforschung bestätigt.

Die Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehung und Bindung

Menschliche Existenz gründet sich auf zwischenmenschlicher Beziehung. Ohne das Objekt ist das Subjekt nicht denkbar. Dies hat weitreichende Konsequenzen für die Entwicklung der physischen und emotionalen Strukturen und Funktionen des Individuums. Das Kind ist insbesondere in den ersten drei Jahren seines Lebens abhängig von der adäquaten Resonanz der Umwelt bezüglich der Bestätigung seiner basalen Bedürfnisse und Impulse (im Sinne einer 'biologischen Erwartung'). Insbesondere die Familie bzw. andere wichtige soziale Systeme stellen die ‘Umwelt’ des Kindes dar und haben einen prägenden Einfluss auf seine Entwicklung. Emotionale und psycho-somatische Störungen sowie Verhaltensauffälligkeiten wurzeln in Anpassungsversuchen auf eine Umwelt, die die basalen Bedürfnisse des Menschen, insbesondere in seiner Kindheit, nur unzureichend beantwortet hat. Diese Prozesse formen den Körper, das Verhalten und das emotionale und interpersonelle Leben des Individuums mit und fixieren es u. U. auf unflexible und überlebens-orientierte Dysfunktionalität. Dies beeinträchtigt in der Folge die psychische und psycho-somatische Differenzierungsfähigkeit.

Diese interpersonelle Sichtweise lehnt sich an wesentliche Aussagen der Bindungstheorie von John Bowlby an. Der von mir benutzte Begriff der 'Bindung' geht allerdings über den Rahmen der Bindungstheorie hinaus. Demnach ist die Entwicklung des Menschen eine Entwicklung verschiedener Bindungsbedürfnisse. Diese treten jeweils in bestimmten sensiblen Lebensphasen in den Vordergrund. 

Zu unterscheiden sind vor allem:

Die Antwort der Pflegepersonen auf diese unterschiedlichen Bindungsbedürfnisse kann prägend für die Qualität der für die weitere Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungsgestaltung wichtigen Bindungsrepräsentanzen sein.

'Frühe Störungen' sind auf eine mangelhafte  Kohärenz des Körper-Selbst aufgrund defizitärer Strukturentwicklung zurückzuführen. Störungen oder Belastungen im frühen Vater-Mutter-Kind-Kontakt, auch schon in der Zeit der pränatalen Entwicklung, werden als mitbestimmend angesehen. Sie schließen potentiell lebensbedrohliche physische und/oder emotionale Erfahrungen mit ein.

Pränatale Psychologie

Die menschliche Entwicklung beginnt mit der Konzeption. Die Einflüsse des mütterlichen (und indirekt auch väterlichen) Organismus als primäre Umwelt des Embryo/Fötus können weitreichende protektive, aber auch pathologisierende Konsequenzen für die Persönlichkeits- und Strukturentwicklung haben: Positive Bindungserfahrungen führen zu einem diffusen aber grundlegenden Gefühl interpersoneller und existentieller Sicherheit, körperlicher und emotionaler Kohärenz, Kompetenz, Entspannung und Ganzheitlichkeit.

Der therapeutische Prozess und seine Methoden

Der Organismus verfügt über Selbstheilungskräfte, die dem Lebensprozess innewohnen. Sie  äußern sich im therapeutischen Prozess und bekommen dort Impulse und Richtung. Alle Methoden zielen daher auf die Aktivierung bzw. Förderung des bewussten und unbewussten Heilungspotentials des Organismus.

Weiterhin beziehen sich die Methoden auf den Organismus als differenzierte psycho-somatische Einheit, auch wenn sich einige auf den Körper, andere auf die Psyche richten: Somatisch können vegetative und muskuläre Ebenen angesprochen werden.  Auf der psychologischen  Ebene werden emotionale, Verhaltens- und kognitive Prozesse stimuliert. 

Atmung, Körperausdruck und spontane körperlich-emotionale Impulse stehen im Mittelpunkt der therapeutischen Aufmerksamkeit und der Interventionen. Der Beziehungsaspekt steht bei allen zur Anwendung kommenden Methoden im Vordergrund: Die heilsame Qualität der Beziehung zwischen TherapeutIn und KlientIn ist ein wesentlicher Wirkfaktor. Die therapeutische Beziehung beinhaltet u.a. die Entstehung und Aufrechterhaltung des Arbeitsbündnisses, die therapeutische Nutzung von Übertragung und Gegenübertragung, die sensible und respektvolle Bearbeitung von Widerständen und das Angebot korrektiver emotionaler Erfahrungen, die zur Behandlung von frühkindlichen Defiziten unerlässlich sind. Ausschlaggebend ist dabei die Fähigkeit und Sensibilität der TherapeutIn, Phänomene vegetativer und emotionaler Resonanz im eigenen Organismus wahrzunehmen. Dadurch wird es der TherapeutIn ermöglicht, die KlientIn auf unterschiedlichen Seinsebenen zu begleiten.

Der Begriff der Resonanz beschreibt befriedigende und heilsame Qualitäten  der Beziehungen zwischen Menschen. Resonanz entsteht, wenn das Kernselbst der TherapeutIn in Kontakt ist mit dem Kern-Selbst der KlientIn und umgekehrt. Dies kann sich äußern in dem Gefühl, verstanden, emotional berührt und angenommen zu sein. Es geht einher mit der Empfindung innerer und äußerer Kohärenz und einem Gefühl von Ganzheitlichkeit. Dies gilt auf der spirituellen Ebene für TherapeutIn und KlientIn, trotz der Unterschiedlichkeit der Rollen, durchaus in ähnlicher Weise und stellt damit den Hintergrund tiefer beruflicher Befriedigung dar. 

Psychologische Methoden sind zum Beispiel:

Körperorientierte Methoden sind zum Beispiel:

Wohlabgestimmte Berührungsinterventionen können den therapeutischen Prozess in besonderer Weise fördern. Sie gehen zurück auf die besondere Bedeutung der Berührung  für die Entwicklung positiver Bindungsrepräsentanzen zu Beginn des Lebens und können eingesetzt werden zur Förderung des Körperbewusstseins, der Wahrnehmung und des Ausdrucks von Gefühlen, zum Erleben von Spannung und Entspannung und der Erfahrung von Bindung und Autonomie. Für den Einsatz von Berührungsinterventionen gelten strenge ethische Regeln.